Wie geht es Ihrem Team? Die Zeit im Home­of­fice zieht sich län­ger, als vie­le von uns gedacht haben. Die meis­ten Arbeits­grup­pen haben sich mitt­ler­wei­le ganz gut auf die Distanz ein­ge­rich­tet, doch eini­ge Her­aus­for­de­run­gen blei­ben bestehen oder kom­men neu hin­zu. Um die Situa­ti­on Ihres Teams im Home­of­fice zu beleuch­ten, haben wir Ihnen kon­kre­te Reflek­ti­ons­fel­der zusammengestellt:

Teams, Lockdown, Figuren

Nicht alle haben das glei­che Bedürf­nis nach Aus­tausch und Nähe mit dem Team. Man­che Mit­ar­bei­ten­de wis­sen die Ruhe und Unge­stört­heit im Home­of­fice zu schät­zen, ande­re haben die Kin­der zuhau­se und ohne­hin viel Tru­bel – vie­le Men­schen schaf­fen es gut, 2–3 Tage ohne Team-Kon­takt zu arbei­ten. Das ist ok und hier soll­te auch kei­ne ‚künst­li­che‘ Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­ord­net wer­den. Wenn Sie aller­dings den Ein­druck haben, dass Ein­zel­ne sich zurück­zie­hen oder unter­ge­hen, dann soll­ten Sie auf­merk­sam wer­den und den Kon­takt suchen.
Team­mit­glie­der, die mehr Aus­tausch zu schät­zen wis­sen, kön­nen sich mit­ein­an­der ver­net­zen – hier müs­sen Sie als Füh­rungs­kraft nicht die ein­zi­ge Kon­takt­per­son sein.

Dabei ist das Bauch­ge­fühl ent­schei­dend: Kön­nen die Mit­ar­bei­ten­den im Team äußern, wenn es Ihnen nicht gut geht, sie belas­tet sind? Ist Ver­ständ­nis da für unter­schied­li­che Lebens­si­tua­tio­nen und indi­vi­du­el­len Umgang mit Ängs­ten und Frust?
Oder ist es sogar so, dass der Team­kon­takt nur noch zum ‚Meckern‘ genutzt wird und Ihr Team sich in eine Nega­tiv-Spi­ra­le begibt?
Pla­nen Sie regel­mä­ßi­ge Retro­spek­ti­ven, damit die Team­mit­glie­der sich selbst reflek­tie­ren kön­nen und ihre eige­ne Wirk­sam­keit erkennen.

Vie­le Füh­rungs­kräf­te mer­ken zur Zeit, dass sie Pro­ble­me oder Kon­flik­te inner­halb des Teams auf die lan­ge Bank schie­ben, da immer wie­der geplant wird, dass es ‚bald‘ in Prä­senz geklärt wer­den soll. So schwe­len man­che Dis­kus­si­ons­an­läs­se bereits seit einem Jahr. Wenn Sie auch so ein The­ma im Hin­ter­kopf haben, gehen Sie es an! Auch online oder mit Mas­ke und Abstand lässt sich vie­les klä­ren, was sonst in den Köp­fen ein Eigen­le­ben ent­wi­ckelt und das Team ausbremst.

Als Füh­rungs­kraft wis­sen Sie, dass Ihre Team­mit­glie­der sich in einer anstren­gen­den Situa­ti­on befin­den und ken­nen auch die indi­vi­du­el­len Hemm­nis­se und Schwie­rig­kei­ten. Des­halb sind Sie viel­leicht schon seit Mona­ten im ‚Küm­mer-Modus‘ und scho­nen Mit­ar­bei­ten­de an vie­len Stel­len. Nun ist es Zeit, zu schau­en, wer sei­ne Kom­fort­zo­ne noch etwas ver­las­sen soll­te, um sich gut ent­wi­ckeln zu kön­nen: ob es dar­um geht, lang­sam mal ins ‚kal­te Was­ser‘ der Online-Tools sprin­gen, den digi­ta­len Kon­takt zum Kun­den zu ver­stär­ken oder eine neue Arbeits­struk­tur zu ent­wi­ckeln. Ist die ers­te Hür­de erst­mal genom­men, schafft so ein Schritt Erfolgs­er­leb­nis­se und bringt Dyna­mik in ein­ge­fah­re­ne Situationen.

Virtuell, Mitarbeiter, Gespräch

Resi­li­en­te Teams brau­chen resi­li­en­te Füh­rungs­kräf­te. Gera­de jetzt ist Selbst­für­sor­ge, Acht­sam­keit für die eige­ne Befind­lich­keit und eine gute Reflek­ti­on sinn­voll und wich­tig. Las­sen Sie Ihre Mit­ar­bei­ten­den mit­tra­gen an der Ver­ant­wor­tung? Gestal­ten Sie eine authen­ti­sche Atmo­sphä­re, indem Sie sel­ber offen sind und Ver­ständ­nis zei­gen? Sieht Ihr Team, wie Sie auch mal Gren­zen set­zen? Es ist rich­tig, sich ab und zu selbst zu prio­ri­sie­ren und dafür zu sor­gen, dass Sie ihre Kräf­te behalten.

Wich­tig sind also vor allem der Aus­tausch und die offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Füh­rungs­kräf­ten und Mit­ar­bei­ten­den. Denn nur so kön­nen Bedürf­nis­se erkannt und ent­spre­chend erfüllt wer­den. Aber auch Pro­ble­me kom­men so recht­zei­tig zum Vor­schein und kön­nen ange­gan­gen wer­den. Wenn Sie noch Fra­gen rund um das The­ma Mit­ar­bei­ter­füh­rung und Teams im Lock­down oder aber auch zu ande­ren The­men haben, dann spre­chen Sie uns gern an!

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