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Positive Körpersprache in der Kundenkommunikation

Aus diesem Grund fragen Unternehmen regelmäßig nach einem Training für die eigene Körpersprache. Zuletzt haben wir ein Seminar unter dem Dachthema „Freundlicher Umgang mit Kunden“ in Moskau durchgeführt. Ein paar Gedanken während unserer Reise nach Russland möchten wir Ihnen hier in unserem Blogbeitrag vorstellen.

Wie Sie Ihre Körpersprache gestalten, damit sich Kunden wohlfühlen

Körpersprache & Sympathie – Eine Beziehung mit dem Kunden eingehen

Gliederpuppen Körpersprache BeziehungUnsere Körpersprache hat einen wesentlichen Einfluss darauf, inwiefern sich Sympathie und Vertrauen beim Gegenüber einstellen. Merkmale, die gleichfalls eine gesunde Beziehung beschreiben und auf Basis von Ähnlichkeiten hergestellt werden. Anders gesagt: Wenn uns Gesprächspartner ähnlich sind, z.B. eben in der Körpersprache, fühlen wir uns eher verbunden und gehen einen sogenannten Rapport, eine Beziehung, ein. Wir fühlen uns entsprechend sicherer, öffnen uns und tauschen uns wertschätzend miteinander aus. Vielleicht kennen Sie das ja: Ein gut laufendes Date erkennen wir auch daran, dass sich das Paar anfängt, zu spiegeln. Das kann ein gleichzeitiges Wippen mit dem Fuß oder ein beidseitiges Vorbeugen sein.

Mit Blick auf die Kundenkommunikation geht es jedoch nicht darum, den Kunden nachzuahmen und Vertrauen einzuheimsen. Letzteres stellt sich ganz natürlich ein, wenn sich um ein gegenseitiges Verständnis bemüht wird. Trotzdem kann es sinnvoll sein, die Körpersprache von Kunden zu lesen und sich gegebenenfalls ein wenig anzupassen. Sei es in der Sprechgeschwindigkeit oder der Schnelligkeit seiner Gangart. Bereits hierdurch zeigen Sie, dass Sie aufmerksam bei der Sache und beim Gegenüber sind.

Wussten Sie: Den anderen zu spiegeln ist ein neurologisches Grundprinzip. Sogenannte Spiegelneuronen führen dazu, dass wir nachahmen, was andere tun bzw. Menschen intuitiv gekoppelt sind. So kommen wir manchmal fast gar nicht umhin, zu lächeln, wenn der andere lächelt.

Arten der Körpersprache & Möglichkeiten, etwas auszudrücken

  • Mimik
  • Gestik
  • Worte
  • Körperkontakt
  • Distanz
  • Bewegung
  • Körperhaltung
  • Blickkontakt
  • Geruch
  • Stimme

Körpersprache & Aktives Zuhören – Aufmerksamkeit & Verständnis signalisieren

Aktives Zuhören bezeichnet eine Gesprächstechnik, mit der Sie Gespräche positiv gestalten und die zu einem entscheidenden Teil auch über Körpersprache angewendet wird. Ziel beim Aktiven Zuhören ist es, dem anderen mit vollem Einsatz die eigene Aufmerksamkeit zu signalisieren. Auf diesem Wege zeigen Sie, dass Sie Ihren Gesprächspartner und das Gesagte wertschätzen und mit vollem Einsatz verstehen möchten. Hierfür reichen Hörersignale wie „ahja“ und „mhm“ nur selten aus. Ein Zuhören strahlen Sie mit Ihrem Körper aus, indem Sie z.B.:

  • Ihren Gesprächspartner in die Augen schauen – Blickkontakt
  • sich Ihrem Gesprächspartner mit Gesicht & Oberkörper zuwenden
  • Ihrem Gesprächspartner ermunternd zunicken
  • im Gespräch mit einem Lächeln zum Weiterreden ermuntern
  • keine Hektik auslösen durch u.a. Fingertrommeln, Fußwippen
  • bei Unterbrechungen abwarten
  • sich nicht allzu entspannt nach hinten lehnen

 

Zum Aktiven Zuhören zählt darüber hinaus eine zusätzliche Rückspiegelung über Gesprächsinhalte und erlebte Emotionen. Mitarbeiter fördern hierdurch, dass das Vertrauen des Kunden gestärkt und sich dieser mit seinem Anliegen an richtiger Stelle aufgehoben fühlt. Das ist besonders in Situationen von Wert, in denen Beschwerden und Unzufriedenheiten behandelt werden.

Körperhaltung, Mimik, Gestik – Welches nonverbale Verhalten wünscht sich Ihr Kunde?

Das nonverbale Verhalten soll eine positive Wirkung beim Kunden entfalten. Wie konkret dieses konkret aussieht, ist für viele Menschen jedoch eine schwer fassbarbare Frage. Das liegt daran, dass unsere Körpersprache binnen weniger Millisekunden unbewusst wahrgenommen und interpretiert wird. Mit der Kopfstandmethode können wir allerdings einen Zugang zu den Erwartungen des Kunden und dessen Vorstellung von einer positiven Körpersprache gewinnen.

Glaskugel Körpersprache spiegeln

Positive Körpersprache reflektieren mit der Kopfstandmethode

Die Kopfstandmethode können Sie jederzeit auf Ihren eigenen Alltag übertragen. Mit ihr lassen sich Themen aus einer neuen Perspektive betrachten und die eigene Reflexion wird in Gang gesetzt. Stellen Sie sich zunächst eine Situation vor, in der Sie selbst Kunde sind oder waren. Ein Beispiel hierfür wäre der Anruf bei einer Telefonhotline, ein Besuch im Schwimmbad, beim Friseur oder Ihrer Lieblingsboutique. Anschließend stellen Sie sich der Frage:

Was sind Dinge, die Sie am Verhalten von Verkäufern/Servicemitarbeitern richtig geärgert hat? Was konnten Sie beobachten, was Sie am Gegenüber und seiner Körpersprache genervt hat?

 

Häufig finden sich hier ganz ähnliche Wahrnehmungen. Beispielsweise, wenn beim Eintreten in ein Geschäft nicht der Blickkontakt aufgenommen, sich dem Kunden für ein Gespräch nicht vollständig zugewandt wurde oder Mitarbeiter ihre Besucher von hinten ansprachen. Sie werden hier Ihre ganz eigenen Erfahrungen und Antworten finden. Im Anschluss geht es darum, sich zu fragen:

Was wünschen Sie sich stattdessen? Wie hätten die Situation und das Verhalten aussehen können? Und mache ich das, was ich in der Körpersprache gut fände, selbst gut?

 

Mit Sicherheit haben Sie eine Idee, was Sie am Verhalten von Servicemitarbeitern gerne stattdessen gesehen hätten. Vielleicht ein breiteres Lächeln? Ein offener Blick? Eine Ansprache von der Seite statt von hinten? Mehr Distanz? Gehen Sie hierbei möglichst detailliert vor – Führen Sie sich Gesichtszüge, die Haltung von Armen, Beinen, Schultern und Händen sowie die Raumpositionen genau vor Augen. Überlegen Sie auch, was Sie selbst in Ihrem Alltag daran hindern könnte, dieses körpersprachliche Verhalten einzunehmen z. B.  Zeitdruck oder Nervosität. 

Kunden & Körpersprache lesen – Geht das überhaupt?

Körpersprache lesen, d.h. zu wissen, was Körperhaltung, Gestik und Mimik konkret über den anderen verraten und bedeuten, könnte so hilfreich sein. Immerhin könnten Sie dann die Gefühlslage, das Interesse oder die Verärgerung Ihrer Kunden auf Anhieb erkennen. Auf der anderen Seite möchten Sie vermutlich auch, dass Kunden Ihr Verhalten als freundlich und aufgeschlossen wahrnehmen. 

Tatsächlich suggerieren einige Ratgeber, dass körpersprachliche Signale klar gedeutet werden können. So können verschränkte Arme eine klassische Abwehrhaltung zum Ausdruck bringen, Hände in den Hosentaschen Unsicherheit. Um Körpersprache zu verstehen, reicht es jedoch nicht, einzig die Geste als solche zu betrachten. Denn der situative Kontext spielt immer auch eine entscheidende Rolle bei der Interpretation körpersprachlichen Verhaltens. Wer die Hände hinter dem Rücken verschränkt, kann in Kombination mit ernsten Gesichtszügen dominant und überwachend wirken. In der Funktion als Kellner mit einem freundlichen Lächeln hingegen als sehr höflich und aufmerksam.

Lächeln oder nicht lächeln? – Personelle & kulturelle Unterschiede in der Körpersprache

Körpersprache manifestiert sich nicht in der gleichen Art und Weise bei Menschen, sondern weist persönliche und kulturelle Unterschiede auf. Aus unserem Training in Moskau nehmen wir mit, dass insbesondere das Lächeln hier äußerst kulturell geprägt ist. So scheint in Russland dahingehend eine Tendenz, im Kundenkontakt von der Mimik neutraler und weniger lächelnd aufzutreten als deutsche Kollegen. In der Kundenkommunikation ist das jedoch erst dann ein Nachteil, wenn die Erwartungshaltung von Kunden zu einem Lächeln tendiert.Aber nicht nur der kulturelle Rahmen prägt unser nonverbales Verhalten, sondern auch, und nicht losgelöst hiervon, unsere Persönlichkeit. Für den einen ist ein breites Lächeln eine Selbstverständlichkeit, für den anderen eine Herausforderung. Wichtig ist und bleibt: Authentizität. Schließlich wird selbst das gut gemeinteste Lächeln herausfordern, wenn Sie sich eigentlich noch in dem Moment vom Stau auf der Autobahn gestresst fühlen oder es Teamkonflikte gibt.

Ein Lächeln spüren: Wenn Ihnen Lächeln schwerfällt, dann vermutlich deshalb, weil Ihnen auch just nicht nach einem zu Mute ist. Sie können jedoch Ihr Gehirn auf gute Laune einstellen, indem Sie – für sich alleine – ca. 1 Minute lächeln. Ihre Lachmuskeln senden dann an Ihr Gehirn ein klares, positives Signal. Endorphine werden ausgeschüttet, das Stresshormon Adrenalin gesenkt. In einer entspannteren Stimmung wird es Ihnen nun auch leichter fallen, authentisch zu lächeln.

Sie möchten individuell zum Thema Positive Körpersprache beraten werden?

Freundlichkeit – Sind Werte nichts mehr wert?

Interview mit dem BB Radio zum Thema Freundlichkeit

Hat der Wert Freundlichkeit heutzutage etwa an Bedeutung verloren? Und lässt sich Freundlichkeit lernen? Insbesondere in einer Welt, die inzwischen von Schnelllebigkeit geprägt ist? 

Diese Fragen hat sich das Team von der Morgenshow des BB Radio gestellt und just unsere Frau Baum – als langjährige Expertin in diesem Bereich – für ein Interview angefragt. Wir haben uns gefreut, einen Beitrag zum Thementag leisten zu dürfen.

Sie möchten mehr zum Thema erfahren? Dann hören Sie doch in den Mitschnitt des Radiointerviews rein:

 

Hier gehts zum Beitrag „Freundlichkeit“ beim BB Radio.

Freundlichkeit wird 20 Jahre

Hat sich Freundlichkeit in den letzten 20 Jahren verändert?

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Freundlichkeit im Spiegel der Zeit

Was ist Freundlichkeit eigentlich? – Eine Definition

Mehr als ein Lächeln: Freundlichkeit ist eine Kompetenz

Gute Umgangsformen, ein offenes Lächeln, interessierte Rückfragen à la „Wie geht es Ihrer Frau, Herr Schmitz?“ anwenden und somit die Beziehung zum Kunden stärken sowie für dessen Zufriedenheit sorgen. Das war damals die weit verbreitete Vorstellung davon, wie sich Freundlichkeit im Alltag erfolgreich umsetzen ließe. Inzwischen hat sich Freundlichkeit über einen Kodex konkreter Verhaltensregeln hinaus weiterentwickelt. Wir sprechen von ihr nicht nur, wenn sich einzelne Verhaltensweisen ändern, sondern sie sich übergreifend in das gesamte Verhalten integriert und die Fähigkeit bereitstellt, authentisch, zugewandt und auf Augenhöhe mit Gesprächspartnern umzugehen.

Nicht nur im Face-to-Face-Gespräch: Freundlichkeit auf unterschiedlichen Kanälen

freundlichkeit schild willkommen

Eine Definition von Freundlichkeit erscheint umso schwieriger, wird der Begriff in seiner Vielschichtigkeit betrachtet. Viele Menschen glauben, dass sich Freundlichkeit auf ein klassisches Lächeln und eine höfliche Frage beschränke. Nicht selten wird sie gar mit der Bemühung um Small-Talk verwechselt. Tatsächlich ist Freundlichkeit deutlich komplexer und beginnt bereits vor dem ersten persönlichen Kontakt, z. B. bei dem Begrüßungsschild im Empfangsbereich eines Unternehmens, der Gestaltung eines Meetingraumes oder der Installation einer Warteschleife am Telefon. Ersichtlich an all diesen Punkten wird, dass sich Freundlichkeit auf unterschiedlichen Kanälen bewegen kann, die über das Verbale und Nonverbale, das freundliche Händedrücken und die netten Grüße an die Familie hinausgehen. Vermittelt hierauf wird jedoch immer eines: ehrliche Wertschätzung und das stetige Bemühen, den Gesprächspartner mit seinen Bedürfnissen, Anliegen und Emotionen zu verstehen.

Freundlichkeit als ein Teil der professionellen Rolle & Leistung des Erbringers

Ob in Kontakt mit Verkäufern, Beratern einer Service-Hotline oder dem Pflegedienst – heute wird freundliches Verhalten gerade im beruflichen Kontext erwartet. Fehlt sie, so macht sich das an Beschwerdesätzen wie „Sie sind aber unfreundlich!“ äußerst bemerkbar. Früher bestand diese Kultur des Fehlens von Freundlichkeit vorwiegend in einzelnen Branchen. Ein sehr plastisches Beispiel: Sie wurden von einem unfreundlichen Kellner bedient und geben entsprechend bei der Bezahlung kein Trinkgeld. Denn schließlich ist Freundlichkeit eine Leistung, die mit einer guten Bedienung einhergeht.

Der Gedanke, Freundlichkeit als entlohnbare Leistung vorauszusetzen, ist jedoch nicht mehr nur in der Gastronomie oder im Einzelhandel beobachtbar. Beispielsweise in Pflegeeinrichtungen wird Freundlichkeit zunehmend gefordert – sowohl von den Bewohnern als auch von Angehörigen und dem Staat. Denn der Bewohner ist nicht mehr nur Patient, sondern auch Gast und Empfänger einer Leistung. So ist Freundlichkeit mit dem wachsenden Bedarf hiernach in vielen Bereichen Teil der professionellen Rolle geworden.

Wussten Sie: Dass jüngere Menschen Freundlichkeit leichter in ihrer beruflichen Rolle umsetzen können, liegt daran, dass sie in einer Zeit aufgewachsen sind, in denen sich Freundlichkeit bereits in vielen Branchen und Teilbereichen des Lebens als erstrebenswert erwiesen hat. 

Eingezogene Standardisierung von Freundlichkeit

Freundlichkeit ist ein wesentlicher Faktor, um Kunden zu begeistern, für sich zu gewinnen und zurückkehren zu lassen. Das haben in der Vergangenheit viele Unternehmen erkannt. In der Folge ging man dazu über, Freundlichkeitsstrategien zu erarbeiten und im Verhalten zu verankern. Positive Resultate hieraus fließen in der heutigen Zeit wiederum in Standards, die Arbeitgeber für ein kundenorientiertes Verhalten und eine Service Excellene, also eine überdurchschnittliche Servicequalität, voraussetzen. Während es in der Vergangenheit galt, Freundlichkeit als Faktor für Kundenbegeisterung zu identifizieren, setzt die Gegenwart Freundlichkeit bereits als messbare Variable für wirtschaftlichen Erfolg bzw. serviceorientiertes Verhalten ein.

Service Excellence Agentur für Freundlichkeit

Von der Servicewüste des Einzelhandels zur branchenübergreifenden Service Excellence

Ist Freundlichkeit ein Branchenphänomen? Dass Freundlichkeit im Verkauf eine besondere Rolle spielt, ist als Erkenntnis angekommen. Aber wie sieht es z. B. mit Freundlichkeit und Service Excellence in Behörden aus? Vor 20 Jahren widmete sich verstärkt der Einzelhandel diesem Thema, nahm doch die Schlagzahl an Beschwerden über unfreundliches Verhalten zu. Aber auch in anderen Branchen rieselte der Verdacht, dass überdurchschnittliche Servicequalität und wirtschaftlicher Erfolg mit dem Einzug von Freundlichkeit in die Unternehmenskultur zusammenhängen könne. Das haben Freizeitbäder, insbesondere solche mit Sauna- und Gastronomieanschluss, bereits für sich festgestellt. Entscheidend bleibt jedoch auch hier, ob sich Freundlichkeit als selbstverständlich im Verhalten der Mitarbeiter eingestellt hat. In anderen Branchen hingegen scheint das Thema Freundlichkeit gerade mit der Forderung hiernach zu erblühen, so z. B. in der Gesundheitsbranche.

Ein zarter Keim: Freundlichkeit in öffentlichen Einrichtungen

In Einrichtungen und Unternehmen, in denen Freundlichkeit kein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor ist, muss sie noch als wichtiges Thema identifiziert werden. Ämter mögen zwar vereinzelt für sich unter Berücksichtigung ihres Images entschieden haben, mehr Freundlichkeit zu leben und in die Strukturen einzubinden, sind jedoch nicht existenziell von der Zufriedenheit der Besucher abhängig. Immerhin muss z. B. das Auto in jedem Fall bei genau dieser Behörde angemeldet werden. Sie sind also noch außerhalb eines Veränderungsdrucks positioniert, der Freundlichkeit vorantreibt.

Branchenübergreifende Freundlichkeit auf interner Ebene 

Auch wenn Freundlichkeit noch nicht in allen Branchen in gleichem Maß angekommen zu sein scheint: Eine freundliche Kultur innerhalb des Unternehmens ist immer ein Erfolgsfaktor. So kann eine freundliche Team- und Meetingkultur wesentlich interne Prozesse, das Betriebsklima oder die Effizienz von Kommunikation optimieren. Und ist die interne Kultur des Unternehmens von authentischem und entgegenkommenden Verhalten geprägt, so wird Freundlichkeit auch von außen wahrgenommen. Das erkennen viele Unternehmen für sich und mit der Arbeit an Ihrer Haltung zu Freundlichkeit verändern sich gleichsam Gesprächsformate wie Teammeetings oder Personalgespräche.

Die aktuellen Hürden unserer Freundlichkeit im Alltag

Noch vor 20 Jahren war Freundlichkeit am Arbeitsplatz ein eher zentralisiertes Thema, nach dem Stimmen erzürnt verlangten, wenn der Stapel an Beschwerden auf dem Tisch unüberschaubar wurde. Mittlerweile umfasst Freundlichkeit am Arbeitsplatz weit mehr: Das gegenseitige Verstehen in der Teamdiskussion, ein zuvorkommendes Telefonat mit dem Kunden, das wertschätzende Personalgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter oder die freundliche Zurückweisung einer Forderung.

In vielen Momenten im Alltag müssen wir uns entsprechend immer wieder der Aufgabe stellen, uns und andere bewusst wahrzunehmen, respektvoll abzugrenzen und ein gegenseitiges Verstehen anzustreben. Was uns daran hindert? Eingefahrene Routinen, Stress, Zeitdruck und ganz allgemein die Schnelllebigkeit und Dynamik, die unser aktuelles Zeitgeschehen mit sich bringt. Mehr E-Mails statt persönlicher Kontakte, mehr Wettbewerb in der Branche oder die erhöhte Mobilität und damit Wahlfreiheit des Kunden führen dazu, dass wir uns gedanklich Auszeiten nehmen müssen, um uns an unsere Freundlichkeit zu erinnern – sowohl dem anderen als auch uns selbst gegenüber.

  • Mentaler Stress
  • Zeitdruck & Schnelllebigkeit
  • Eingefahrene Routinen
  • Veränderter Mediengebrauch
  • Erhöhter Wettbewerb

 

Freundlichkeit lernen, geht das?

Meine Mitarbeiter und ich, wir wollen Freundlichkeit lernen, aber wie stellen wir das an und wie setzen wir Freundlichkeit im Alltag bewusst ein? Dieser Frage wird sich vielerorts gestellt, dabei lässt sich Freundlichkeit, wenn Sie gelebt statt einmalig ausgeführt werden soll, eben nicht erlernen. Bei Freundlichkeit geht es nicht um Anleitungen, sondern darum, Strategien zu erarbeiten, wie wir unserem Gegenüber wertschätzend und wohlwollend begegnen können. Wird das erreicht, so stellt sich oft ganz automatisch eine freundliche Wirkung ein. Strategien helfen uns in Situationen, in denen es schwerfällt, die Freundlichkeit zu bewahren oder sich ihrer bewusst zu sein. Nachfolgend geben wir Ihnen zwei Tipps für ein an Wertschätzung orientiertes Verhalten bzw. Hinweise, mit denen Sie ihre freundliche Wirkung auf andere reflektieren können.

Tipp: Freundlich Nein sagen

Freundlich Nein sagen Manchmal lässt sich ein „Nein“ im Alltag leider nicht vermeiden, z.B. wenn Ihr Zeitplan die Annahme weiterer Aufgaben ausschließt, der Kunde eine nicht zu bewältigende Forderung stellt oder Sie einem guten Freund dessen Bitte nach Mithilfe beim Umzug ablehnen müssen. In solchen Momenten fällt uns ein klares „Nein“ deshalb besonders schwer, weil unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse mit denen des anderen in Konflikt treten. In der Folge fürchten wir, dass eine Zurückweisung unsere Beziehung gefährdet. Mit der +–+ Regel signalisieren Sie Ihrem Gesprächspartner jedoch, dass er Ihnen nicht gleichgültig ist, gewinnen somit Verständnisse für Ihre Ablehnung und können insgesamt freundlich Nein sagen:

 +   Positiver Einstieg und Verständnis

–   Klares Nein

–   Begründung

+   Alternative, Verständnis

Tipp: Freundlichkeit am Telefon ausstrahlen

Wie kann ich mehr Freundlichkeit am Telefon ausstrahlen? Die Antwort darauf hat viel mit Ihrer Wortwahl, aber auch mit Ihrer Stimme, Intonation, Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit und Stimmqualität zu tun. Eine freundliche Wirkung kann sich auf all diesen Ebenen beim Telefonat einstellen. Um sich Freundlichkeit mehr ins Bewusstsein zu holen, empfehlen wir Ihnen:

 

Interview mit Koordinatorin Vera Meßler zum Thema Freundlichkeit

Weitere Tipps? Erhalten Sie in dem Interview mit Vera Meßler, die Ihnen zu der Frage „Wie hat sich Freundlichkeit in den letzten 20 Jahren verändert?“ mehr aus Ihrer Sichtweise erzählt.

 

 

 

Wir ziehen nach 20 Jahren Freundlichkeit ein Fazit

Ohne Frage: Freundlichkeit hat sich in den letzten 20 Jahren professionalisiert und ist ein elementarer Teil beruflicher Rollen und Unternehmenskulturen geworden. Während sie sich in der Vergangenheit noch auf einzelne Branchen wie den Einzelhandel fokussierte, zieht sie sich nach und nach durch immer mehr Berufs- und Lebensbereiche. Denn: die Forderung nach wertschätzender Kommunikation auf Augenhöhe wird immer größer und zwar von allen Seiten. Durch die positiven wirtschaftlichen und personellen Erfolge, die Freundlichkeit in der Vergangenheit geschuldet waren, gilt diese inzwischen als ein Must-Have. Immer mehr Unternehmen verlangen von ihren Mitarbeitern ein freundliches Verhalten. Dabei bleibt für viele die Frage im Raum: Und wie geht das? Zukünftig wird dieser Frage mit Sicherheit verstärkt auf den Grund gegangen. Mehr noch: Freundlichkeit wird früher oder später nicht mehr nur ein Erfolgsfaktor sein, an dem sich monetärer Erfolg misst. Ist sie erst in die Grundhaltung einer Gesellschaft aufgenommen, so wird sich gleichfalls der Druck auf das Verhalten von z. B. Ämtern erhöhen. Unsere Vergangenheit hat uns jedenfalls gezeigt, dass die Zukunft in vielen Situationen einen Schwerpunkt auf Freundlichkeit legen wird und legen muss.

Unsere Agentur unterschützt Sie heute wie damals mit Fragen wie:

  • Was bedeutet Freundlichkeit für uns?
  • Wie kann ich Freundlichkeit und Kundenorientierung leben?
  • Wie erreichen wir Service Excellence?
  • Wie kann ich Freundlich Nein sagen?
  • Wie gehe ich freundlich mit Kunden, Patienten, Gästen etc. um?
  • Wie gehe ich freundlich mit mir selbst um?
  • Wie gestalten wir eine freundliche Unternehmenskultur?

Vera Meßler kontaktieren