Will­kom­mens-Kul­tur-Ent­wick­lung für Haupt- und Ehrenamtliche

Köln. Was in Unter­neh­men schon viel­fach prak­ti­ziert wird, setzt das Bis­tum Essen jetzt mit Hil­fe der Köl­ner Agen­tur für Freund­lich­keit in sei­nen Pfar­rei­en um: Haupt- und ehren­amt­lich täti­ge Mit­ar­bei­ten­de gestal­ten mit exter­ner Unter­stüt­zung aktiv die Zukunft in “ihrer” Pfar­rei. In meh­re­ren Work­shops erar­bei­ten sie, wie sie “Kir­che ein­la­dend erleb­bar” machen kön­nen. Und das auch für Men­schen, die zufäl­lig oder nur zu bestimm­ten Gele­gen­hei­ten mit der Kir­che in Berüh­rung kom­men. Dazu wer­den die The­men gemein­sam erar­bei­tet- und auf kirch­li­che Kon­tex­te über­tra­gen. “Die Will­kom­mens-Kul­tur ist im Bis­tum Essen ein wich­ti­ges The­ma”, weiß Tan­ja Baum, Inha­be­rin der Agen­tur für Freund­lich­keit. Ihre Pro­jekt­lei­te­rin Mela­nie Kla­es stell­te des­halb die Work­shops unter das Leit­wort “Herz­lich. Kirch­lich — Wie es uns als Pfar­rei gelingt, ein­la­dend Kir­che zu sein.”

Gemein­sam wer­den nun The­men der Kun­den­ori­en­tie­rung und Ein­satz­mög­lich­kei­ten von Freund­lich­keit be- und umge­ar­bei­tet. Gestar­tet wer­den die frei­wil­li­gen Work­shops mit einer Fest­le­gung der Aus­gangs­si­tua­ti­on, einer gemein­sa­men Ziel­for­mu­lie­rung und einer Beschrei­bung der Umset­zungs-Schrit­te, basie­rend auf den zu errei­chen­den Ziel­grup­pen. “Was so nüch­tern klingt, wur­de mit viel Herz­blut erar­bei­tet”, erzählt Mela­nie Kla­es. “Es war berüh­rend zu sehen, wie enga­giert hier dis­ku­tiert und ent­wi­ckelt wur­de.” Die anspre­chen­de Gestal­tung von Räum­lich­kei­ten und Schau­käs­ten sind eben­so Bau­stei­ne einer neu­en Form der Will­kom­mens­kul­tur wie die Ein­füh­rung von soge­nann­ten Begrü­ßungs­diens­ten. Selbst an eine freund­li­che und gekonnt gespro­che­ne Ansa­ge auf dem Anruf­be­ant­wor­ter wur­de gedacht. So ent­stand schnell ein gan­zes Bün­del von Maßnahmen.

Dabei wur­den die The­men von der Agen­tur für Freund­lich­keit nicht vor­ge­ge­ben. Die Teil­neh­mer lie­ßen ihre Erfah­run­gen ein­flie­ßen, die die Pro­jekt­lei­te­rin dann mit ihrem Wis­sen und ihren Erfah­run­gen aus Unter­neh­men “anrei­cher­te”. Natür­lich flos­sen auch Ideen in die Maß­nah­men ein, wie sich die Kir­che und eine Pfar­rei modern, fle­xi­bel und ziel­grup­pen-ori­en­tiert auf­stel­len kann, um Men­schen “ein­fach will­kom­men zu hei­ßen”. Auch die Ver­bes­se­rung der “zwi­schen­mensch­li­chen Kon­tak­te” war The­ma in den Work­shops. “Es gilt, den ers­ten Ein­druck so posi­tiv wie mög­lich zu gestal­ten”, erläu­tert Mela­nie Kla­es. Gera­de der Erst­kon­takt mache aus Frem­den schnell Bekann­te. Dass dabei eine posi­ti­ve und ein­fa­che Wort­wahl hilft, gehört eben­so zu den Grund­la­gen, die die Pro­jekt­lei­te­rin ver­mit­telt, wie — trotz allem — das Auf­zei­gen von Gren­zen. Denn freund­lich Nein zu sagen, wenn man ein­mal nicht hel­fen kann, fällt vie­len schwer. Und aus Freund­lich­keit her­aus Ja sagen, hilft in den meis­ten Fäl­len nicht weiter.
“Wir sind sehr froh, dass wir von den reich­hal­ti­gen Erfah­run­gen aus Unter­neh­men ler­nen kön­nen”, erläu­tert Micha­el Meu­rer Auf­trag­ge­ber vom Bis­tum Essen die­se unge­wöhn­li­che Maß­nah­me. “Dass unse­re Kir­che als ein­la­dend erlebt wer­den kann, setzt eine ent­spre­chen­de Hal­tung bei unse­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern vor­aus. Die­se wol­len wir sicht­bar machen und aktiv leben.”

Tan­ja Baum, Autorin und Inha­be­rin der 1999 in Köln gegrün­de­ten Agen­tur für Freund­lich­keit, ver­an­kert mit ihrem acht­köp­fi­gen Team Freund­lich­keit in der gesam­ten Unter­neh­mens­kul­tur. Ihre Stär­ke sind die nahe­zu ein­zig­ar­ti­gen Freund­lich­keits-Kon­zep­te, die sie mitt­ler­wei­le in Hun­der­ten von Unter­neh­men erfolg­reich umge­setzt hat. Tan­ja Baum arbei­tet seit 1995 als Per­so­nal­trai­ne­rin, seit 2003 ist sie zusätz­lich als sys­te­mi­sche Orga­ni­sa­ti­ons­be­ra­te­rin und Coach tätig. Sie berät und trai­niert nam­haf­te Unter­neh­men in Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz.

Von ihr sind bis­her vier Bücher erschie­nen: “Die Kunst, freund­lich nein zu sagen” (Erst­auf­la­ge 2001, 4. Neu­auf­la­ge 2016), “Die Kunst, sich freund­lich durch­zu­set­zen” (2003), “Die Kunst, Kon­flik­te freund­lich zu lösen” (2006) und “Kon­flikt­ma­nage­ment für Frau­en” (2008) — alle beim Red­li­ne Verlag.

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