Vor­stel­lungs­ge­sprä­che sind Stan­dard, wenn es um die Ein­stel­lung von neu­en Mitarbeiter/innen geht. Man lernt die poten­ti­el­len Mitarbeiter/innen per­sön­lich ken­nen, erhält einen ers­ten Ein­druck und kann sich aus­tau­schen. Vor allem durch den per­sön­li­chen Kon­takt und das phy­si­sche Gegen­über­ste­hen kann man als Arbeitgeber/in und auch als Bewerber/in schnell einen Ein­druck von sei­nem Gegen­über bekom­men. All das war im letz­ten Jahr schwie­rig und so haben vie­le aus der Not her­aus auf Online-Aus­wahl­ver­fah­ren umge­stellt. Nun, wo sich die Lage lang­sam ent­spannt, könn­te ein Wech­sel zurück zu Face-to-Face-Bewer­bungs­ge­sprä­chen anste­hen. Aller­dings bie­ten Online-Bewer­bungs­ge­sprä­che nicht nur Her­aus­for­de­run­gen son­dern auch vie­le Vor­tei­le. Also war­um nicht wei­ter­hin dabei blei­ben oder zumin­dest als ers­ten Schritt im Aus­wahl-Ver­fah­ren Online-Bewer­bungs­ge­sprä­che füh­ren? Auch wir als Agen­tur für Freund­lich­keit über­neh­men die Per­so­nal­aus­wahl, füh­ren Bewer­bungs­ge­sprä­che durch und lei­ten Assess­ment-Cen­ter, und das alles eben auch online. War­um Online Bewer­bungs­ge­sprä­che eine wirk­lich gute Alter­na­ti­ve sind, wor­auf Sie als Durch­füh­ren­de ach­ten soll­ten und wel­che Erfah­run­gen wir gemacht haben, erfah­ren Sie im heu­ti­gen Blogartikel.

Der wich­tigs­te und auch offen­sicht­lichs­te Vor­teil, war­um Online-Bewer­bungs­ge­spräch nicht wie­der als Tool ver­bannt wer­den soll­ten, sind Zeit- und Kos­ten­ein­spa­run­gen. Die oft­mals wei­te Anrei­se muss nicht ange­tre­ten wer­den, sodass kein Zeit- und Kos­ten­auf­wand ent­steht, weder für die Bewer­ben­den noch für die Durch­füh­ren­den. Das bie­tet Chan­cen zum Bei­spiel für Per­so­nen, die sich zum Zeit­punkt des Gesprä­ches an einem ande­ren Stand­ort befin­den und/oder einen sehr engen Ter­min­plan haben.

Bewerbungsgespräche, Online, Accessment Center

Ins­ge­samt ist es mit deut­lich weni­ger orga­ni­sa­to­ri­schem Auf­wand ver­bun­den ein Online-Bewer­bungs­ge­spräch durch­zu­füh­ren als eins Face-to-Face. Es muss weni­ger Zeit ein­ge­plant wer­den und auch die Buchung von Räu­men und das Bereit­stel­len von Ver­pfle­gung fällt weg. Zwar ist es in Per­son ein­fa­cher einen ers­ten Ein­druck von sei­nem Gegen­über zu bekom­men, aber auch per Video ist dies viel bes­ser mög­lich, als wir noch vor einem Jahr gedacht hät­ten. Mitt­ler­wei­le haben die meis­ten schon Erfah­run­gen mit Video­kon­fe­ren­zen gesam­melt und auto­ma­tisch gelernt auch über den Bild­schirm Men­schen einzuschätzen.

Auch vor Coro­na wur­den bereits im ers­ten Schritt Tele­fon­in­ter­views durch­ge­führt. Hier­zu bie­ten Video-Gesprä­che eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge­re Alter­na­ti­ve, da die Vor­tei­le (z.B. Zeit & Kos­ten­er­spar­nis­se, weni­ger Auf­wand) genutzt und die Nach­tei­le (weni­ge Wahr­neh­mungs­ka­nä­le) durch die Ergän­zung des Gesprächs um die Video­über­tra­gung besei­tigt wer­den. Wie Sie sicher und pro­fes­sio­nell in Online-Mee­tings auf­tre­ten, haben wir hier schon ein­mal beschrieben.

Auch wenn der orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­wand deut­lich gerin­ger ist, müs­sen eini­ge Din­ge unbe­dingt beach­tet werden.

Bewerbung, Online, Notizen

Nicht nur das Unter­neh­men muss den einen Bewerber/die eine Bewer­be­rin aus­wäh­len. Am Ende des Tages muss sich auch der Bewerber/die Bewer­be­rin für das Unter­neh­men ent­schei­den, denn oft­mals befin­den sich gute Bewerber/innen gleich in meh­re­ren Bewer­bungs­pro­zes­sen. So soll­te das Ziel des per­so­nal­su­chen­den Unter­neh­mens natür­lich sein, sich so zu prä­sen­tie­ren, dass die Bewer­ben­den einen opti­ma­len Ein­druck bekom­men. Damit dies auch gelingt, müs­sen ent­spre­chen­de Vor­be­rei­tun­gen und Pla­nun­gen getrof­fen werden:

  • Wahl des ent­spre­chen­den Tech­nik-Tools: Um Unsi­cher­hei­ten auf Sei­ten der Bewer­ben­den zu besei­ti­gen und jedem einen Zugang ins Unter­neh­men gewähr­leis­ten zu kön­nen, kön­nen Unter­neh­men Tech­nik­checks anbie­ten oder ein erläu­tern­des Schrei­ben zur Nut­zung des Tools zur Ver­fü­gung stel­len. Aber auch das eige­ne Tech­nik­sys­tem soll­te vor­ab geprüft und abge­nom­men sein. Eine funk­tio­nie­ren­de Inter­net­ver­bin­dung und eine ein­wand­freie Ton- und Video­über­tra­gung sind dabei ein Muss.
  • Ange­mes­se­ne Anzahl der Anwe­sen­den: Machen Sie sich bei der Pla­nung der Bewer­bungs­ge­sprä­che oder Assess­ment-Cen­ter Gedan­ken dar­über, wie vie­le Per­so­nen anwe­send sein sol­len, denn auch online hat eine gro­ße Über­zahl von Teil­neh­men­den zusätz­lich zu den Bewer­ben­den eine ein­schüch­tern­de Wirkung.
  • Gute Pla­nung und Orga­ni­sa­ti­on: Klä­ren Sie vor­ab intern den Ablauf und die Rol­len­ver­tei­lung des Aus­wahl­ver­fah­rens. So ver­mei­den Sie Ver­wir­rung und Orga­ni­sa­ti­ons­pro­ble­me, die unpro­fes­sio­nell wir­ken. Hier eig­net sich meist die Erstel­lung eines genau­en Ablauf­plans inklu­si­ve geplan­ten Zeit­ein­hei­ten für die ent­spre­chen­den „Pro­gramm­punk­te“.
  • Die Lei­tung durch eine Mode­ra­ti­on ist sinn­voll: Unse­rer Erfah­rung nach ist es sinn­voll vor­ab einen Moderator/eine Mode­ra­to­rin zu bestim­men. Das trägt zu einer pro­fes­sio­nel­len Wir­kung der Ver­an­stal­tung bei und für die Bewer­ben­den eine Struk­tur und einen Ansprechpartner.
  • Fest­le­gung der Dau­er des Gesprä­ches: Um die Bewer­ben­den nicht ins kal­te Was­ser zu wer­fen und auch selbst nicht abzu­schwei­fen, ist es wich­tig bei der Ter­min­ver­ein­ba­rung deut­lich zu machen, wel­che Dau­er das Gespräch haben wird. Die vor­he­ri­ge Fest­le­gung und Kom­mu­ni­ka­ti­on der Gesprächs­dau­er ist vor allem auch wich­tig, um jedem Bewer­ben­den die glei­che Chan­ce zu geben. Sie müs­sen die­se Anga­be nicht auf die exak­te Minu­te fest­le­gen, son­dern kön­nen einen gewis­sen Spiel­raum geben, um sich selbst und dem Gespräch gleich­zei­tig noch etwas Frei­heit in der Gestal­tung zu lassen.

Ein guter, ruhi­ger Hin­ter­grund ist immer wich­tig und signa­li­siert, dass ein Teil­neh­men­der sich Zeit und Ruhe für das Online-Vor­stel­lungs­ge­spräch nimmt. Es ermög­licht außer­dem einen stö­rungs­frei­en Ablauf und ein Gespräch ohne Ablenkung

Die Klei­dung soll­te eben­falls „ruhig“, ange­mes­sen und ein Kon­trast zum Hin­ter­grund sein. Sowohl im „ech­ten Leben“ als auch bei Video­kon­fe­ren­zen gilt: Mit einem gepfleg­ten Out­fit, wel­ches zur ange­streb­ten Stel­le passt, sind Sie auf der siche­ren Seite.

Ein schlech­ter Ton und Neben­ge­räu­sche sind bei Online-Gesprä­chen immer stö­rend und kön­nen den Aus­tausch erschwe­ren. Des­halb soll­te man vor­ab sei­ne Ton­qua­li­tät tes­ten und lie­ber ein Head­set bzw. Kopf­hö­rer benut­zen. Das heißt für die Zeit des Vor­stel­lungs­ge­sprä­ches soll­ten eige­ne Neben­ge­räu­sche eli­mi­niert und eine ruhi­ge Umge­bung sicher­ge­stellt werden.

Unpünkt­lich­keit ist ein No-Go und hat direk­ten nega­ti­ven Ein­fluss auf den ers­ten Ein­druck. Gera­de des­halb ist es bei Video­kon­fe­ren­zen wich­tig, sich etwas frü­her als geplant ein­zu­wäh­len, um sicher­zu­ge­hen, dass alles klappt und man beim Start des Mee­tings bereit ist.

Ein zu klei­ner Bild­aus­schnitt kann den Ein­druck ver­fäl­schen und Kör­per­spra­che eli­mi­nie­ren, die bei Online-Bewer­bungs­ge­sprä­chen beson­ders wich­tig ist. Des­we­gen ist es rat­sam, einen etwas grö­ße­ren Bild­aus­schnitt zu wäh­len, im Opti­mal­fall mit sicht­ba­ren Hän­den. Das wirkt siche­rer, weckt Ver­trau­en und auch Kör­per­spra­che bleibt möglich.

Ins­ge­samt wird deut­lich, dass das Tref­fen von bestimm­ten Vor­be­rei­tun­gen und das Beach­ten von eini­gen ein­fa­chen Aspek­ten schon einen sehr posi­ti­ven Ein­fluss auf den Ver­lauf des Bewer­bungs­ge­sprä­ches haben kön­nen. Wer die­se Din­ge beach­tet, sowohl als Bewerbende/r als auch als Durchführende/r, hat schon einen guten Grund­stein für ein erfolg­rei­ches Bewer­bungs­ge­spräch gelegt. Bei Fra­gen oder Anmer­kun­gen bezüg­lich Online-Per­so­nal­aus­wahl mel­den Sie sich ger­ne bei uns. Wir wün­schen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem (Online)-Bewerbungsgespräch!

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    Judith Martens

    Judith Martens

    Kommunikation und Projektbetreuung

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