Vie­le Men­schen sind auf der Suche nach Wegen, um beruf­li­che Ver­pflich­tun­gen und per­sön­li­ches Wohl­be­fin­den in Ein­klang zu brin­gen. Work-Life-Blen­ding ist ein Kon­zept, das in die­sem Kon­text immer mehr an Bedeu­tung gewinnt. In die­sem Blog­bei­trag wer­den wir uns ein­ge­hend mit Work-Life-Blen­ding aus­ein­an­der­set­zen, sei­ne Vor­tei­le und Nach­tei­le beleuch­ten und her­aus­fin­den, wie es das Leben und die Arbeit beein­flus­sen kann.

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Work-Life-Blen­ding ist das bewuss­te Ver­schmel­zen von Arbeits- und Pri­vat­le­ben, um eine har­mo­ni­sche Balan­ce zu schaf­fen. Im Gegen­satz zur tra­di­tio­nel­len Work-Life-Balan­ce, bei der Arbeit und Frei­zeit strikt getrennt wer­den, erlaubt Work-Life-Blen­ding das naht­lo­se Über­grei­fen bei­der Berei­che. Hier sind eini­ge der wich­tigs­ten Aspek­te die­ses Konzepts.

Work-Life-Blen­ding kann ver­schie­de­ne Arbeits­mo­del­le umfas­sen, die Arbeit­neh­men­den die Fle­xi­bi­li­tät bie­ten, Arbeit und Leben mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Hier sind eini­ge Beispiele:

Work-Life-Blending, Arbeitsmodelle für New Work, virtuell im Gespräch mit Mitarbeitenden
  • Fle­xi­ble Zei­ten: Arbeit­neh­men­de haben die Mög­lich­keit, ihre Arbeits­zei­ten fle­xi­bel zu gestal­ten, um fami­liä­re Ver­pflich­tun­gen oder per­sön­li­che Inter­es­sen zu berück­sich­ti­gen. Dies kann bedeu­ten, von zu Hau­se aus zu arbei­ten, die Arbeits­zeit außer­halb der tra­di­tio­nel­len Büro­zei­ten zu pla­nen oder zwi­schen Arbeit und pri­va­ten Tätig­kei­ten hin- und herzuspringen.
  • Remo­te Working: Das Home­of­fice ermög­licht es Arbeit­neh­men­den, voll­stän­dig oder teil­wei­se von zu Hau­se oder von ande­ren Orten zu arbei­ten aus zu arbei­ten. Die­ses Modell hat in den letz­ten Jah­ren stark zuge­nom­men und bie­tet eine vie­le Mög­lich­kei­ten für Work-Life-Blending.
  • Job Sha­ring: Beim Job Sha­ring tei­len sich zwei Arbeit­neh­men­de eine Voll­zeit­an­stel­lung, indem sie die Ver­ant­wort­lich­kei­ten und Arbeits­zei­ten auf­tei­len. Dies ermög­licht gut aus­ge­bil­de­ten Fach­kräf­ten, auch in Teil­zeit anspruchs­vol­le Jobs zu machen und ver­teilt Ver­ant­wor­tung auf meh­re­re Schultern.
  • Frei­be­ruf­li­che Tätig­keit und Selbst­stän­dig­keit: Frei­be­ruf­ler und Selbst­stän­di­ge haben oft die Frei­heit, ihre Arbeits­zei­ten und ‑orte selbst zu bestim­men, was Work-Life-Blen­ding erleichtert.

Work-Life-Blen­ding ermög­licht es Arbeit­neh­men­den, fle­xi­bler mit ihrer Zeit umzu­ge­hen. Dies bedeu­tet, dass sie ihre Arbeit an ihre indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se und Ver­pflich­tun­gen anpas­sen kön­nen. Dies för­dert nicht nur die Work-Life-Balan­ce, son­dern erleich­tert auch die Kin­der­er­zie­hung, Pfle­ge, Hob­bies und per­sön­li­che Weiterbildung.

Work-Life-Blending, Flexible Arbeitsmodelle, Frau mit Laptop vor Baum

Durch die bewuss­te Inte­gra­ti­on von Arbeit und Leben kön­nen Arbeit­neh­men­de auf ihre kör­per­li­che, geis­ti­ge und emo­tio­na­le Gesund­heit ach­ten. Dies schafft die Grund­la­ge für ein ganz­heit­li­ches Wohl­be­fin­den und unter­stützt die per­sön­li­che Entwicklung.

Das Ver­wi­schen der Gren­zen zwi­schen Arbeit und Frei­zeit kann die Krea­ti­vi­tät und Pro­duk­ti­vi­tät stei­gern. Arbeit­neh­men­de haben die Frei­heit, Auf­ga­ben und Pro­jek­te in einem Rah­men zu erle­di­gen, der für sie am bes­ten funk­tio­niert. Dies kann zu inno­va­ti­ven Lösungs­an­sät­zen und einer gestei­ger­ten Leis­tung führen.

Work-Life-Blen­ding kann dazu füh­ren, dass Arbeit­neh­men­de Schwie­rig­kei­ten haben, kla­re Gren­zen zwi­schen Arbeit und Pri­vat­le­ben zu zie­hen. Dies kann zu Über­las­tung und Burn­out füh­ren, wenn Arbeit stän­dig prä­sent ist.

Für eini­ge Arbeit­neh­men­de kann Work-Life-Blen­ding dazu füh­ren, dass sie weni­ger sozia­le Inter­ak­tio­nen außer­halb der Arbeit haben. Dies kann sich nega­tiv auf die sozia­len Bezie­hun­gen aus­wir­ken und das Gefühl der Iso­la­ti­on verstärken.

Es ist wich­tig zu beto­nen, dass Work-Life-Blen­ding nicht für jeden Arbeit­neh­men­den geeig­net ist. In bestimm­ten Beru­fen oder Situa­tio­nen, in denen eine strik­te Tren­nung von Arbeit und Pri­vat­le­ben erfor­der­lich ist, kann Work-Life-Blen­ding schwer umzu­set­zen sein. So zum Bei­spiel bei Tätig­kei­ten im Schicht­dienst, bei Pfle­ge­per­so­nal, Leh­ren­den, Poli­zis­ten und pro­duk­ti­ons­na­hen Berufen.

Coa­ching, Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung und Wei­ter­bil­dung sind ent­schei­den­de Werk­zeu­ge, um ein aus­ge­wo­ge­nes Work-Life-Blen­ding zu ent­wi­ckeln und zu opti­mie­ren. Hier sind eini­ge Wege, wie sie dazu bei­tra­gen können:

  • Bewusst­sein schaf­fen: Coa­ching kann dabei hel­fen, das Bewusst­sein für die Bedeu­tung von Work-Life-Blen­ding zu schär­fen. Es unter­stützt Arbeit­neh­men­de dabei, ihre eige­nen Bedürf­nis­se und Zie­le zu iden­ti­fi­zie­ren und wie sie die­se in ihre beruf­li­chen und per­sön­li­chen Lebens­be­rei­che inte­grie­ren können.
  • Fähig­kei­ten und Stra­te­gien ent­wi­ckeln: Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung und Wei­ter­bil­dung bie­ten die Mög­lich­keit, die erfor­der­li­chen Fähig­kei­ten und Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln, um Work-Life-Blen­ding erfolg­reich umzu­set­zen. Dies kann Zeit- und Selbst­ma­nage­ment, Stress­be­wäl­ti­gung und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten umfassen.
  • Refle­xi­on, Review und indi­vi­du­el­le Anpas­sung: Jeder Arbeit­neh­mer hat ein­zig­ar­ti­ge Bedürf­nis­se und Her­aus­for­de­run­gen. Coa­ching und Team­coa­ching kön­nen hel­fen, indi­vi­du­ell ange­pass­te Lösun­gen zu ermit­teln, um Work-Life-Blen­ding effek­tiv umzu­set­zen und auf spe­zi­fi­sche Lebens­um­stän­de ein­zu­ge­hen. Nach einer gewis­sen Umset­zungs­pha­se kön­nen die­se Stra­te­gien in einem Review reflek­tiert und dar­auf­fol­gend immer wei­ter indi­vi­du­ell ange­passt werden.

Work-Life-Blen­ding ist ein Kon­zept, das für vie­le Arbeit­neh­men­de Vor­tei­le bie­tet, ins­be­son­de­re für die­je­ni­gen, die in fle­xi­blen Beru­fen tätig sind oder die Mög­lich­keit haben, ihre Arbeit an ihre Bedürf­nis­se anzu­pas­sen. Es för­dert die Fle­xi­bi­li­tät, das ganz­heit­li­che Wohl­be­fin­den und die Pro­duk­ti­vi­tät. Den größ­ten Nut­zen stif­tet Work-Life-Blen­ding jedoch in Arbeits­grup­pen und Beru­fen, in denen Fle­xi­bi­li­tät und Anpas­sungs­fä­hig­keit gefragt sind, wie etwa in Fami­li­en­pha­sen, bei der Arbeit in Pro­jekt­teams oder in krea­ti­ven Beru­fen. Hier kann Work-Life-Blen­ding zu einer ver­bes­ser­ten Work-Life-Balan­ce und einer ins­ge­samt erfül­len­de­ren beruf­li­chen und per­sön­li­chen Ent­wick­lung beitragen.

Bau­er, W. & Praeg, C.-P. (2016): Vom Zukunfts­trend zum Arbeits­all­tag 4.0: Die Zukunft der Arbeit im Span­nungs­feld von Work-Life-Sepa­ra­ti­on und Work-Life-Inte­gra­ti­on. Sprin­ger.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Work-Life-Blending-das-Arbeitsmodell-der-Zukunft,worklife116.html

https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/work-life-blending-braucht-auszeiten/

https://www.managerseminare.de/ms_Artikel/Arbeitszeitflexibilisierung-Blendwerk-Work-Life-Blending,261937

Der indi­vi­du­ell pas­sen­de Weg zur Balan­ce zwi­schen Arbeit und Leben scheint auch Ihr The­ma zu sein? Ihr Unter­neh­men möch­te die Mit­ar­bei­ten­den dahin­ge­hend unter­stüt­zen? Neh­men Sie gern Kon­takt zu uns auf, wir ent­wi­ckeln mit Ihnen Ihre indi­vi­du­el­len Lösungsmodelle.

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    Savita Hennig

    Trainerin, Beraterin

    M.A. Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen

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